Eltville rekonstruiert historisches Geländer am Rheinufer mit originalgetreuer Nachbildung und Sicherheitsnetz

Eltville rekonstruiert historisches Geländer am Rheinufer mit originalgetreuer Nachbildung und Sicherheitsnetz
Eltville rekonstruiert historisches Geländer am Rheinufer mit originalgetreuer Nachbildung und Sicherheitsnetz | Bild: Gerda Arendt / CC0

Die Stadt Eltville hat das denkmalgeschützte Geländer am Rheinufer gegenüber dem Biedermeierbeet erneuert. Ziel der Arbeiten war es, das Erscheinungsbild des Bestands zu bewahren und gleichzeitig heutige Sicherheits- und Statikvorgaben umzusetzen. Auftraggeber waren die Stadt Eltville und die Eltviller StadtWerke, ausgeführt wurde die Metallarbeit von Metallbau Schmidt.

Ausgangslage und denkmalpflegerische Abstimmung

Bei der Planung stand von Anfang an der Kompromiss zwischen Denkmalschutz und technischer Ertüchtigung im Mittelpunkt. In Abstimmung mit der Denkmalbehörde sollte möglichst viel Originalsubstanz erhalten werden. Während der Demontage zeigte sich jedoch, dass nur vier Pfosten in einem Zustand waren, der eine Restaurierung zuließ. Angesichts dieses Befunds entschieden Stadt und beteiligte Fachbetriebe, verbliebene historische Elemente zu sichern und verlorene Teile zu reproduzieren.

Rekonstruktion und Fertigungstechnik

Ein erhaltenes Pfostenstück diente als Vorlage. Es wurde exakt vermessen und in 14 Einzelbauteile nachkonstruiert. Die Teile wurden mit moderner Metallbautechnik gefertigt und mithilfe eines präzisen Laserschweißverfahrens zusammengefügt. Grundlage für die Planung der gesamten Maßnahme war eine vollständige Laserscan-Erfassung des Geländebereichs, die die Anpassung an die vorhandene Ufergeometrie und die statischen Anforderungen ermöglichte.

Optik und Sicherheit

Die neue Geländerfüllung orientiert sich optisch am historischen Bestand. Statt gedrehter oder geschmiedeter Elemente wurde ein dezentes Edelstahlnetz eingesetzt, das die aktuellen Sicherheitsnormen erfüllt. Auf diese Weise soll das Rheinufer weiterhin historisch wirken, zugleich aber die heute geforderten Schutz- und Standsicherheitsanforderungen erfüllen.

Bewertung und weiterer Verlauf

Bürgermeister Patrick Kunkel betonte, dass die Maßnahme einen Ausgleich zwischen Erhalt des Erscheinungsbildes und moderner Sicherheit darstelle. Die Zusammenarbeit zwischen Kommune, Versorgungsbetrieb und dem Metallbaubetrieb habe es ermöglicht, Restaurierungsanteile zu sichern und fehlende Elemente technisch exakt nachzubilden.

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